Schalllabor

Alle Wände des schalltoten Raums des Schalllabors sind mit Keilen aus Steinwolle mit dahinter liegenden Helmholtz-Resonatoren ausgekleidet. Im unteren Foto ist der Boden mit zusätzlichen mobilen Rosten belegt, die die Akustik erst bei Frequenzen oberhalb von 500 Hz beeinflussen.



Technische Daten des schalltoten Raums:

  • Länge x Breite x Höhe: 4,6 x 4,2 x 2,3 m³
  • Untere Grenzfrequenz: 400 Hz. Bei Frequenzen oberhalb 400 Hz ist er bei 99 % Absorption der auftreffenden Schallleistung akustisch einsetzbar
  • Pressluftversorgung zur Simulation von Triebwerk-Schubstrahlen im Unter- und Überschallbereich (auch für Zweikreistriebwerke) mit Druckregelung und Massendurchsätzen bis ca. 0.3 kg/s und einem Ruhedruck bis ca. 6 bar

Grundriss des Schalllabors und Schema der Pressluftversorgung



Folgende Messtechnik ist vorhanden:

  • Mehrere Kondensatormikrofone in den Größen ¼ Zoll, ½ Zoll und 1 Zoll, die auf Kreisbahnen im schalltoten Raum geschwenkt werden können, zur Messung der Richtcharakteristik der Schallemission
  • 32-kanaliger Messverstärker mit Abtastraten bis zu 192 kHz bei 24 Bit-Auflösung für maximal 32 Mikrofone. Ein entsprechendes Mikrofonarray zur Schallquelllokalisierung ist vorhanden.
  • Erfassung der Turbulenzstruktur in den strömungsakustischen Quellbereichen mittels 2- und 3-Komponenten-Hitzdraht- und Heißfilmanemometrie
  • Schlierenoptik  zur Ermittlung von Dichtegradienten und Turbulenzstrukturen in den Strömungsfeldern, die Schall erzeugen
  • Software zur Berechnung der gebräuchlichen bewerteten Schallpegel wie z. B. in den Einheiten dB(A), dBeq oder EPNdB