Forschungsfelder

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Die Forschung am ILR gliedert sich in vier Bereiche: Flugphysik, Flugzeugentwurf, Systemanalyse und Raumfahrt. Der Schwerpunkt der Forschung am ILR liegt im Bereich des Flugzeugentwurfs in Kombination mit der Integration neuer Technologien und deren Bewertung. Die Nachhaltigkeit neuer Konfigurationen wird zudem mittels Systemanalyse in zeitlicher Dimension durch Lebenszyklusuntersuchungen und räumlich durch Integration in den Luftverkehr und Simulation der Flugbewegungen analysiert. In den Bereichen der Flugphysik und Raumfahrt wird am ILR primär die Wirbeldynamik an Flugzeugen und Trägersystemen und die zugehörige Akustik erforscht.

Die meisten Forschungsarbeiten werden zusammen mit Kooperationspartner durchgeführt. Grundlage aller Forschungsarbeiten bildet die Systemtechnik bzw. das Systemdenken, das die Abhängigkeiten und Interaktion mit über- und untergeordneten Systemebenen einbezieht.

 

Systemdenken

Der Erfolg einer neuen Technologie oder eines Prozesses hängt entscheidend von der Integrierbarkeit in die übergeordneten Systemlevel und der Rückwirkung auf untergeordnete Systemlevel ab. Integrierbarkeit wird hier als umfassender Nachweis verschiedener Systemaspekte: der Funktion, der Sicherheit, der Einhaltung der Regularien und Zulassungsanforderungen, der ökonomischen Sinnhaftigkeit, der ökologischen Verträglichkeit und der gesellschaftlichen Akzeptanz verstanden. Das übergeordnete Systemlevel definiert somit Leitplanken im Entwurfsraum innerhalb derer für eine Technologie oder Prozess ein Markterfolg möglich ist. Raumsonden, Satelliten und Flugzeuge sind langlebige Güter. Die Betriebsphase übersteigt häufig 25 Jahre. Um der zeitlichen Varianz Rechnung zu tragen werden neue Technologien und Prozesse mithilfe der Szenariotechnik auch in geänderten zukünftigen Systemumgebungen bewertet und damit mögliche Entwicklungen identifiziert, die gegebenenfalls für einen Markterfolg einen Voraussetzung sind.