Technology Diffusion Model

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Lis Weilandt

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Im Jahr 2001 wurden im Rahmen der Vision 2020 für den europäischen Luftfahrtsektor ehrgeizige Ziele hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Anforderungen definiert, die bis zum Jahr 2020 erreicht werden sollten. Das strategische Folgedokument Flightpath 2050 baute 2011 mit noch anspruchsvolleren Zielen für das Jahr 2050 darauf auf, unter anderem mit:

  • Reduktion der CO2-Emissionen um 75% verglichen zum Referenzjahr 2000
  • Reduktion der NOX-Emissionen um 90% verglichen zum Referenzjahr 2000
  • Reduktion des wahrgenommenen Lärms um 65% verglichen zum Referenzjahr 2000

Die meisten der oben aufgeführten Ziele gelten für Fortschritte, die auf Einzelfahrzeugebene erzielt werden. Eine Abschätzung des erreichten Gesamtfortschritts, das heißt der Reduktion der CO2-, NOX- und Lärmemissionen des Luftverkehrs, erfordert eine Bewertung auf Flottenebene.

Die Zusammensetzung zukünftiger Flugzeugflotten und deren Emissionen ist unter anderem abhängig von der Verfügbarkeit neuer Technologien, die zur Verbesserung der Öko-Effizienz beitragen. Daher ist es essentiell zu wissen, ob und in welchem Umfang neue Technologien ihren Weg in die Flugzeuge, entweder als Neukonfiguration oder als Nachrüstung, und damit auf den Markt finden. Genau diese Frage bildet den Hintergrund für das Projekt Technology Diffusion Model, kurz TeDiMo.

Das Hauptziel von TeDiMo ist die Entwicklung eines Prognosemodells, mit dessen Hilfe Aussagen über die Ausbreitung und Potentiale neuer Technologien im Flugzeugmarkt möglich sind. Das ILR arbeitet hierbei eng mit dem Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior vom E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen University zusammen.